Qualitätskontrolle auf höchstem Niveau

Qualitätssicherung auf hohem Niveau

Millionen Menschen vertrauen täglich auf die belebende und gesundheitsfördernde Wirkung von schwarzem und grünem Tee. Um einen echten Teegenuss für die Verbraucher sicherzustellen, führt die deutsche Teewirtschaft konsequente Qualitätskontrollen durch. Sensorische, optische und analytische Kontrollen finden sowohl in den Erzeugerländern als auch in Deutschland statt. 

 

 

 

 

Sensorische und optische Kontrollen

Entscheidend für die Qualität eines Tees sind Geschmack, Geruch und Farbe des Aufgusses. Bei der 78chemiesensorischen und optischen Prüfung findet eine Beurteilung des trockenen Teeblattes, des Blattes nach dem Aufguss ("Infusion") sowie der "Tasse" statt. Dabei sind Aroma, Farbe und Leuchtkraft des Aufgusses, Frische und Stärke/Kraft die entscheidenden Kriterien. Durchgeführt werden diese Kontrollen von den Tee-Verkostern der jeweiligen Tee-Firmen. Mit einer Handwaage werden von den einzelnen Proben jeweils genau 2,86 Gramm abgewogen, in einen Porzellanbecher mit Deckel gefüllt und mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen. Die Aufgüsse sollen bei Grüntees drei Minuten, bei Schwarztees bis zu fünf Minuten ziehen. Zunächst werden die aufgebrühten Teeblätter auf Farbe und Beschaffenheit begutachtet und auf Geruch getestet. Im zweiten Schritt führt der Tee-Verkoster eine Geschmacksprobe durch, bei der er nacheinander jede Probe kostet, um unterschiedliche Nuancen herauszuschmecken. Bei der Beurteilung der sensorischen und optischen Qualität des Tees geht der Tee-Verkoster nach streng vorgegeben und international anerkannten Bewertungskriterien vor.

 

 

 

Umfassendes Monitoring-System

Die Teewirtschaft hat ein eigenes Monitoring-System zu Rückständen entwickelt. Dabei lassen die Firmen der deutschen Teewirtschaft die Ware regelmäßig kontrollieren und fassen die Untersuchungsergebnisse in einer gemeinsamen Datenbank zusammen.  Durch das Monitoring erhält der Teehandel eine Übersicht über die auf dem deutschen Teemarkt angebotenen Tees. Auf Basis dieser Ergebnisse kann beratend in die Teeproduktion der Ursprungsländer eingegriffen werden und in den betroffenen Regionen gezielte Aufklärungsarbeit stattfinden. Die Unbedenklichkeit der angebotenen Sorten ist durch die europäische und deutsche Gesetzgebung geregelt. 

 

 

 

Höchstmengenverordnung und Trockenmessung

Der Gesetzgeber hat auf Bundes- und auf EU-Ebene zum Schutz der Verbraucher 93alleweltRückstandshöchstmengenverordnungen für Tee und andere Lebensmittel erlassen. Danach besteht in Deutschland die Pflicht zur Kontrolle der gehandelten Tees und Lebensmittel. Die Einhaltung wird von der Lebensmittelüberwachung kontrolliert. Der Teeverband informiert die Mitgliedsfirmen per Rundschreiben über Änderungen der Höchstmengen auf nationaler und europäischer Ebene. Wie die Untersuchungsergebnisse zeigen, gehört Tee zu den am geringsten belasteten Lebensmitteln. Tees werden in Deutschland nach dem Trockenmessverfahren geprüft, d. h., dass sich die zugelassenen Höchstmengen immer auf ein Kilogramm des Trockenproduktes beziehen. Das bedeutet also, dass ein Kilogramm loser Tee genauso beurteilt wird wie zum Beispiel ein Kilogramm Erdbeeren, Tomaten, Gurken etc. Dabei ist aber zu beachten, dass Früchte und Gemüse 1 : 1 (d.h. direkt) verzehrt werden. Bei Tee ist das anders: Für eine Tasse werden durchschnittlich nur zwei Gramm benötigt. Verzehrt wird auch nicht der Tee selbst, sondern der Aufguss. Und: Von möglichen Rückständen gehen beim Tee nur ca. zehn Prozent in den Aufguss über. Viele Pflanzenschutzmittel sind zudem nicht wasserlöslich, so dass in der Tasse Tee selbst keine Rückstände mehr vorhanden sind. Zur weiteren Verdeutlichung hier ein Beispiel:

Laut Rückstandshöchstmengenverordnung liegt der Grenzwert für die Substanz Dicofol für ein Kilogramm Erdbeeren und ein Kilogramm Tee bei zwei Milligramm. Für den Fall, dass sowohl die Erdbeeren als auch der trockene Tee immer diese Höchstmengen erreichen, ergibt sich folgende Rechnung:

 

 • 13 Gramm Teeblätter ergeben 1 Liter Tee Aufguss, also ca. fünf bis sieben Tassen.• 1000 Gramm Teeblätter ergeben 76,92 Liter.• Nur ca. 10 Prozent des Dicofol-Anteils gehen in den Aufguss über.• Daraus ergibt sich, dass ein Kilogramm maximal belastete Erdbeeren genauso viel Dicofol enthalten wie 769,2 Liter Aufguss eines maximal belasteten Tees. So werden die erlaubten Höchstmengen entweder durch den Verzehr von einem Kilogramm Erdbeeren oder 769,2 Liter Tee erreicht. 

 

 

 

Intensivierung der Kooperation mit den Erzeugerländern

Der Teehandel informiert die Ursprungsländer regelmäßig über die 88chemieaktuell in Europa geltenden Rückstandshöchstmengen für Tee. Repräsentanten der Teewirtschaft tauschen sich zudem seit Jahren in ihren Treffen mit Vertretern der Tea-Boards, der Wissenschaft und der Teeproduzenten über die Anforderungen an Tee in Deutschland aus. Ziel ist dabei, die Erzeugerländer dahingehend zu beraten, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Des weiteren testen die Länder neue Wege des Anbaus ohne Pflanzenschutzmittel  er neue Methoden des Pflanzenschutzes auf biologischem Wege. Dazu zählt beispielsweise das Anpflanzen von Bäumen, um Vögel - die natürlichen Feinde der Schädlinge - anzulocken, oder der Einsatz des rein biologischen Neem-Öls. Intensive Gespräche und Kooperationen werden bereits seit den 70er Jahren praktiziert und haben maßgeblich dazu beigetragen, daß Tee heute weitesgehend frei von Rückständen ist.